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Übung zum Themengebiet technische Hilfeleistung

Erstelldatum19.05.2024

Der Übungsschwerpunkt für unsere beiden Gruppen der Einsatzabteilung bestand im April aus dem Thema der technischen Hilfeleistung. Im Speziellen wurde die Befreiung von Personen trainiert, welche aufgrund einer Pfählung, sprich einen Gegenstand durch ein Teil des Körpers, oder eingeklemmter Gliedmaßen auf die Rettung angewiesen waren. In den beiden Übungsabenden konnten verschiedene Werkzeuge unserer Fahrzeuge angewendet werden, um das Handling nahe am Patienten zu trainieren. Der Abschluss der Übungseinheit stellte Gesamtprobe am 18.05.2024 dar, bei der es zwei Lagen zu lösen galt.

Ausgangslage

Der Übungsschwerpunkt für unsere beiden Einsatzgruppen lag im April im Bereich der technischen Hilfeleistung. Im Speziellen wurde die Befreiung von Personen geübt, die aufgrund einer Pfählung, d.h. eines durch einen Körperteil steckenden Gegenstandes, oder eingeklemmter Gliedmaßen gerettet werden mussten. An den beiden Übungsabenden konnten verschiedene Werkzeuge eingesetzt werden, um das Handling nahe am Patienten zu trainieren.

Den Abschluss der Übungseinheit bildete die Gesamtprobe am 18.05.2024, bei der zwei Lagen zu lösen waren. Die Ausgangssituation war ein Unfall zwischen einem Radlader und einem mit drei Personen besetzten Fahrzeug. Insgesamt mussten folgende Patienten versorgt und gerettet werden:

  • Der Fahrer des PKW war im Brustbereich von einer Eisenstange gepfählt.
  • Der Beifahrer wurde von zwei Zinken des Frontladers eingeschlossen.
  • Der Patient auf der Rückbank wurde durch die Zinken im Beinbereich verletzt.
  • Bei der zweiten Einsatzstelle abseits des PKW und des Radladers galt es, den Fahrer des Radladers aus einem absturzgefährdeten Bereich einer Baugrube zu befreien.

Die angenommenen Patienten in Form unserer Übungspuppen sollten so befreit werden, dass sie im Rahmen der Rettung keine weiteren Verletzungen erleiden und auch die Verletzungsgefahr für die Retter bei der Befreiung minimiert wird.

Übungsablauf

Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter Sebastian Schilling und die beiden Gruppenführer Thomas Spitznagel (HLF) und Bernhard Rutschmann (LF) wurden die beiden Einsatzstellen in Abschnitte für jeweils ein Löschgruppenfahrzeug aufgeteilt.

Das HLF übernahm die Sicherung des Radladers und des PKW sowie die anschließende Befreiung der drei Patienten mit hydraulischem Rettungsgerät. Um mögliche weitere innere Verletzungen des Fahrers beim Entfernen der Eisenstange zu vermeiden, wurde entschieden, den Fremdkörper nur für den Transport zu kürzen und nicht zu entfernen. Dazu wurde der Fahrer samt Sitz aus dem Fahrzeug befreit und anschließend die Eisenstange mit Hilfe einer Flex gekürzt.

Die zweite Einsatzstelle wurde von der Besatzung des Löschfahrzeuges (LF) für die Rettung des Radladerfahrers vorbereitet. Mit dem Bolzenschneider wurde der überstehende Baustahl entfernt, so dass eine Steckleiter in Stellung gebracht werden konnte. Mit Hilfe des Rettungsdreiecks wurde der Patient gerettet und mit der Schleifkorbtrage abtransportiert.

Die Übung umfasste ein breites Spektrum der technischen Hilfeleistung, das an diesem Abend erfolgreich trainiert werden konnte.